Die Vereinigten Staaten stehen vor einem möglichen Paradigmenwechsel in ihrer Rohstoffpolitik. Angetrieben durch geopolitische Spannungen, wachsende Nachfrage nach Zukunftstechnologien und die zunehmende Bedeutung strategischer Metalle will die US-Regierung – unter Mitwirkung von Donald Trump und dem US-Kongress – das von der Biden-Administration verhängte Bergbauverbot im Norden Minnesotas aufheben. Die geplante Rücknahme betrifft insbesondere den „Superior National Forest“, eine Region mit hohem Vorkommen an kritischen Rohstoffen wie Kupfer, Nickel und Kobalt.
Über ein Verfahren im Rahmen des “Congressional Review Act” könnte dieser Schritt nicht nur den Weg für neue Projekte ebnen, sondern künftig ähnliche Verbote dauerhaft erschweren. Ziel ist es, die nationale Versorgungssicherheit zu stärken und die strategische Unabhängigkeit von Ländern wie China auszubauen. Exclusive: Trump, Congress move to undo Biden-era ban on mining in northern Minnesota | Reuters
Gerade im Kontext der Elektrifizierung, des Ausbaus erneuerbarer Energien und der Hochtechnologie wird klar: Ohne Rohstoffe wie Kupfer, Nickel und Titan lässt sich die Energiewende nicht realisieren. Grund genug also, einen genaueren Blick auf die aktuelle Lage und Perspektiven dieser Schlüsselmetalle zu werfen.
Der “Superior National Forest Restoration Act”
Mit dem “Superior National Forest Restoration Act” hat die USA eine verantwortungsvolle und nachhaltige inländische Beschaffung und Verarbeitung kritischer Mineralien wie Nickel zu einer nationalen Priorität gemacht. Da die Nachfrage nach Mineralien weiter in die Höhe schießt, unterstützt die US-Regierung mit dem “Superior National Forest Restoration Act” die Mineralexploration im eigenen Land, um die Abhängigkeit von anderen Ländern zu minimieren. Die Vereinigten Staaten besitzen zwar bedeutende Vorkommen an essentiellen Mineralien, aber regulatorische Beschränkungen haben den Zugang und die Entwicklung bislang behindert, insbesondere in Regionen wie dem Norden von Minnesota, die reich an Nickel, Kobalt und Kupfer sind. Diese Mineralien sind von entscheidender Bedeutung, um die Rohstoffsicherheit Amerikas zu verbessern und die Abhängigkeit von ausländischen Ressourcen zu verringern.
Ein Beispiel für eine von der US-Regierung finanzierte Exploration ist die “Battery Minerals Processing Facility” von “Talon”. Das Projekt wurde vom Energieministerium als eines der Projekte ausgewählt, die Mittel erhalten werden, um die inländische Herstellung von Elektrobatterien für Elektrofahrzeuge (EVs) und Netzspeicher in den Vereinigten Staaten auszubauen und zu sichern. Die “Battery Mineral Processing Facility” von “Talon in Mercer County” wurde vom US-Energieministerium für einen Zuschuss in Höhe von 114 Millionen US-Dollar aus dem “Bipartisan Infrastructure Law” ausgewählt, und das US-Verteidigungsministerium gewährte Talon einen Zuschuss in Höhe von 20,6 Millionen US-Dollar, um die Explorationsbemühungen von “Talon” sowohl in Minnesota als auch in Michigan zu unterstützen und zu beschleunigen.
Eine Lieferkette für kritische Mineralien, die “made in america” ist.
Diese Finanzierung unterstreicht die langfristige strategische Bedeutung von Nickel für Verteidigungsplattformen, elektrische Batterien und andere saubere Energiesysteme. Darüber hinaus stellt die Finanzierung sicher, dass Nickel, das für den US-Verteidigungsbedarf und die Lieferketten für Batterien hergestellt wird, unter hohen Arbeitsstandards, Umweltschutz und unter Beteiligung der indigenen Bevölkerung hergestellt wird.
Der Kupfer-Markt:
Um die Ziele von Netto-Null-Emissionen bis 2050 zu erreichen, ist eine noch nie dagewesene Menge an Kupfer erforderlich, die in Elektronik, Wind- und Solarenergieanlagen, Kernkraftwerken und vielen weiteren Anwendungen verwendet wird. Es wird erwartet, dass die weltweite Nachfrage nach Kupfer in den nächsten 27 Jahren fast das Doppelte der Menge beträgt, die in den letzten 3000 Jahren produziert wurde.
Die Geschichte des Kupfers
Kupfer ist entscheidend für die globale Dekarbonisierungsbestrebung. Es spielt eine zentrale Rolle in der Nutzung alternativer Energien und ist essentiell, um die international festgesetzten Emissionsziele zu erreichen. Aufgrund der Erschöpfung und Schließung großer Minen weltweit und eines Mangels an neuen, in Betrieb gehenden Minen, übertrifft die Nachfrage das Angebot. Es ist zwingend erforderlich, neue Minen zu entdecken und zu entwickeln, um diese Lücke zu schließen und eine kohlenstoffarme Wirtschaft zu ermöglichen. Exploration und Erwerb in bergbau-freundlichen Regionen sind dabei unerlässlich.
Die Rolle von Kupfer in der künstlichen Intelligenz
Da Kupfer die höchste elektrische Leitfähigkeit aller Nichtedelmetalle hat, ist es für die Weiterentwicklung und das Funktionieren von KI- und Rechenzentren sowie den Stromnetzen, die sie unterstützen, unerlässlich geworden. Kupfer ist besonders wichtig für:
- die Herstellung von Halbleiterchips, die für die KI-Technologie benötigt werden (während die Chips selbst größtenteils aus Silizium bestehen, ist Kupfer ein Schlüsselmetall für Verbindungen in ihren integrierten Schaltkreisen);
- viele Komponenten von Rechenzentren, wie z. B. Stromkabel, Stromschienen, elektrische Steckverbinder und Wärmetauscher; und
- die Stromeingänge für Rechenzentren.
Es ist allgemein anerkannt, dass KI (und insbesondere KI-Rechenzentren) ein Vielfaches des Stromverbrauchs benötigt, den Rechenzentren in der Vergangenheit verbraucht haben. Die “Internationale Energieagentur” (“IEA”) stellt fest, dass der Gesamtstromverbrauch von Rechenzentren im Jahr 2026 mehr als 1000 TWh erreichen könnte, was etwa dem gesamten Stromverbrauch Japans entspricht.
Critical Minerals - the central role of copper to AI and net zero - KWM
Viele wichtige Akteure im Energiesektor sind der Meinung, dass das derzeitige Angebot und die Bergbauproduktion nicht gerüstet sind, um den bevorstehenden Anstieg der Nachfrage nach Kupfer zu decken.
Laut “IEA” wird sich der jährliche Kupferbedarf für Stromnetze bis 2040 verdoppeln;
Ferner soll die weltweite Gesamtnachfrage nach Kupfer im Jahr 2030 voraussichtlich 31.128 Kilotonnen und im Jahr 2040 36.379 Kilotonnen erreichen (gegenüber 25.855 Kilotonnen im Jahr 2023); und es wird erwartet, dass das weltweite Angebot an Kupfer innerhalb der nächsten zehn Jahre auf eine Versorgungslücke von fast 10 Millionen Tonnen stoßen wird. Es wird prognostiziert, dass der Kupferverbrauch für Rechenzentren von 197.000 Tonnen im Jahr 2020 auf 238.000 Tonnen im Jahr 2030 steigen und bis 2040 um etwa 50 % gegenüber dem Niveau von 2020 steigen wird.
Critical Minerals - the central role of copper to AI and net zero -
Historischer Exkurs: Kupfer ist eines der ersten Metalle, das von Menschen genutzt wurde, erstmals um 8000 v. Chr. in der Jungsteinzeit als Ersatz für Steinwerkzeuge. Es wurde ebenfalls zur Herstellung von Schmuck und Ornamenten verwendet. Die Entdeckung von Kupferlegierungen wie Bronze (eine Legierung aus Kupfer und Zinn) um 3500 v. Chr. leitete eine neue Ära der menschlichen Zivilisation ein. Der Name „Kupfer“ stammt vom lateinischen „cuprum“, was „das Metall von Zypern“ bedeutet, wo es in der Antike umfangreich abgebaut wurde. Kupfer wurde auch in der antiken Mythologie und Alchemie oft mit den Göttinnen Venus und Aphrodite in Verbindung gebracht.
Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten von Kupfer
- Elektrische Anwendungen: Kupfer ist nach Silber der beste elektrische Leiter und wird in Kabeln, Motoren, Generatoren, Transformatoren und weiteren elektrischen Geräten verwendet.
- Bauwesen: Kupferrohre sind Standard in den Sanitär- und Heizsystemen vieler Industrieländer. Es findet auch Verwendung in Dächern, Verkleidungen, Ortgängen und Dachrinnen.
- Transport: Kupfer ist unverzichtbar für elektrische und thermische Anwendungen in Flugzeugen, Zügen, Autos und Schiffen und wird auch in Bremsen, Lagern, Kühlsystemen und Steckverbindern verwendet.
- Sonstige Anwendungen: Kupfer wird auch für Schmuck, medizinische Instrumente, Münzen, Kochgeschirr, Musikinstrumente und Kunstgegenstände verwendet.
- KI: Kupfer wird zweifellos eine entscheidende Rolle bei der Deckung des steigenden Bedarfs an KI-Technologien und Energie spielen.
Kupfer, KI und die Energiewende
Kupfer spielt eine zentrale Rolle in der Energiewende durch seinen Einsatz in der KI-Versorgung, in Technologien für saubere Energie, einschließlich Solarzellen, Windturbinen, Elektrofahrzeugen, Batterien und der Wasserstoffproduktion. Es wird erwartet, dass die Nachfrage nach Kupfer bis 2040 um 50 % steigt, was einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 4 % entspricht. Eine Studie von “S&P Global” schätzt, dass sich die Nachfrage nach Kupfer bis 2035 auf 50 Millionen Tonnen fast verdoppeln und bis 2050 auf über 53 Millionen Tonnen ansteigen könnte. Die derzeitige Produktionskapazität könnte in den nächsten zehn Jahren jedoch nur um etwa 20 % steigen, was eine erhebliche Versorgungslücke schaffen könnte, die neue Investitionen und die Entdeckung neuer Kupferressourcen erforderlich macht.
Kupfer steht zudem im Wettbewerb mit anderen Metallen wie Aluminium, welches billiger und häufiger vorkommt, aber einen höheren CO2-Fußabdruck in der Primärproduktion aufweist. Edelmetall: Warum der Kupfer-Preis steigen wird und was Anleger tun sollten (wiwo.de)
Der steigende Energiebedarf von Rechenzentren
Mit dem Wachstum der KI steigt auch der Energieverbrauch rasant an. Laut der “Internationalen Energieagentur” (“IEA”) könnte der globale Stromverbrauch von Rechenzentren von 460 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2022 auf über 1.000 TWh im Jahr 2026 ansteigen – etwa so viel wie der gesamte Energiebedarf Japans. In Australien fließen derzeit etwa 5 % des Stroms in Rechenzentren, ein Wert, der bis 2030 auf 8 % steigen könnte. Critical Minerals - the central role of copper to AI and net zero - KWM
Dieser steigende Bedarf kommt zu der bereits wachsenden Nachfrage durch Elektrofahrzeuge und den Ausbau erneuerbarer Energien hinzu. Letztere erfordern bis zu fünfmal mehr Kupfer als konventionelle Stromerzeugungsanlagen.
Herausforderungen in der Kupfer-Lieferkette
Laut der “IEA” (Internationale Energieagentur) stehen Angebot und Bergbauproduktion vor Herausforderungen, um die steigende Nachfrage zu decken:
- Der jährliche Kupferbedarf für Stromnetze wird sich bis 2040 verdoppeln.
- Die Gesamtnachfrage nach Kupfer wird voraussichtlich von 25.855 Kilotonnen im Jahr 2023 auf 36.379 Kilotonnen im Jahr 2040 steigen.
- Innerhalb der nächsten zehn Jahre könnte eine Versorgungslücke von fast 10 Millionen Tonnen entstehen.
Auch der Kupferverbrauch in Rechenzentren wird zunehmen – von 197.000 Tonnen im Jahr 2020 auf geschätzte 238.000 Tonnen im Jahr 2030. Bis 2040 könnte er um etwa 50 % gegenüber 2020 steigen. Critical Minerals - the central role of copper to AI and net zero - KWM
Marktdynamik und Preisvolatilität: Bis 2030 sollen die Preise für Kupfer deutlich steigen.
Die Kupferpreise sind volatil und werden von einer Vielzahl von Faktoren wie Geopolitik, Handelspolitik, Umweltvorschriften und Verbraucherpräferenzen beeinflusst. Die Zukunft von Kupfer in der Energiewende wird daher davon abhängen, wie diese Herausforderungen und Chancen von verschiedenen Stakeholdern, einschließlich Produzenten, Verbrauchern, Regierungen, Investoren und Innovatoren, bewältigt werden. Seit den 2010er Jahren ist die Investitionsmenge in den Minensektor deutlich gesunken. Gleichzeitig werden international derzeit zunehmend Programme für die Energie- und Nachhaltigkeitswende forciert. Solche Programme benötigen aber zunehmende Mengen an Mineralien, die etwa in Batterien oder Wasserstoffzellen verarbeitet werden. Aufgrund dieser Faktoren geht das “Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung” (“DIW”) bis 2030 von deutlich gestiegenen Preisen für Kupfer aus. Da es durchaus mehrere Jahrzehnte dauern kann, bis neue Abbaustätten erschlossen sind, rechnet das DIW bis 2030 mit einem siebzigprozentigen Preisanstieg für Kupfer. DIW Berlin: Hohe Preise für Kupfer, Lithium, Nickel und Kobalt könnten Energiewende ausbremsen
Der Kupferpreis verzeichnete zwischen 2000 und 2024 insgesamt einen langfristigen Aufwärtstrend, unterlag jedoch in den letzten Jahren bis 2024 einer moderaten Korrektur:
“Im Oktober 2025 belief sich der durchschnittliche Preis von einer Tonne Kupfer dieser Güte an der LME auf rund 10.740 US-Dollar.” Kupfer: Durchschnittspreis weltweit bis Oktober 2025| Statista
Kupfer und die Elektromobilität
Das Wachstum im Bereich der Elektroantriebstechnik wird durch die Verbrauchernachfrage, die dringende Umwelterfordernis und vielfältige staatliche Förderungen vorangetrieben. Derzeit sind weltweit etwa 8 Millionen Elektrofahrzeuge im Einsatz, bis 2025 wird diese Zahl voraussichtlich auf 50 Millionen ansteigen und bis 2030 könnten es etwa 140 Millionen sein. Die Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen werden bis 2025 voraussichtlich die 3-Millionen-Marke überschreiten und bis 2030 auf rund 9 Millionen anwachsen. Laut den Plänen der Bundesregierung sollen bis 2030 allein in Deutschland etwa 15 Millionen Elektroautos unterwegs sein. Batterien finden nicht nur in Elektroautos, sondern auch in E-Bikes, Smartphones und Laptops Verwendung.
Es wird erwartet, dass der Markt für batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) 300 Milliarden US-Dollar übersteigt - das legt zumindest die Forschungsstudie von “Global Market Insights Inc.” nahe. Marktgröße und -anteil für batterieelektrische Fahrzeuge, Wachstumstrends 2032 (gminsights.com)
In Nordamerika hat sich etwa General Motors dazu verpflichtet, bis 2035 rein elektrisch zu sein, Ford hat sich zu 40 % Elektrofahrzeugen bis 2030 verpflichtet, VW strebt 1,5 Millionen Fahrzeuge an, Toyota plant bis 2030 3,5 Millionen Einheiten von 30 EV-Modellen zu verkaufen.
Engagement für eine vollelektrische Zukunft | General Motors (gm.com)
Helping Build a Better World (ford.com)
Our Values and Actions (vw.com)
Der neueste Bericht von “BloombergNEF” (“BNEF”) schätzt, dass Elektrofahrzeuge
zwischen heute und 2030 eine globale Marktchance von 7 Billionen US-Dollar darstellen und eine Chance von 46 Billionen US-Dollar bis 2050, im Rahmen ihres “economic” Übergangsszenarios. | BloombergNEF (bnef.com)
Angebot und Nachfrage:
Das Kupferangebot setzt sich aus neu gefördertem Kupfer der Minen (“primary copper production”) sowie Kupfer, das durch Recycling dem Markt wieder zugeführt wird (“secondary copper production”), zusammen. Einflussfaktoren beim Kupferangebot sind Förderkosten, die Preispolitik großer Minenbetreiber, Rentabilität durch neue Fördertechniken, Erschließung neuer Kupfervorkommen, Zollregelungen, Währungsschwankungen sowie allgemeine politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
“Chile fördert das meiste Kupfer weltweit. Im Jahr 2024 wurden insgesamt rund 5,3 Millionen Tonnen Kupfer in Chile gefördert. Die weltweite Produktion von Kupfer belief sich im genannten Jahr auf rund 23 Millionen Tonnen. Somit wird in Chile etwa 1/4 des globalen Fördervolumens an Kupfer erbracht.” Kupferproduktion weltweit nach Ländern 2024| Statista
Investitionsmöglichkeiten in den Kupfermarkt:
Grundsätzlich dominiert der gewerbliche Kupferhandel. Drähte, Kabel oder auch Kupfer in seiner Reinform werden für die Industrie benötigt. Für Privatanleger ist daher der Kauf von physischem Kupfer als Sachwertinvestment aufgrund des niedrigen Preisniveaus eher ungeeignet. Wer 10.000 Euro in physisches Kupfer investieren will, liegt da schnell bei über einer Tonne Gewicht. Als Alternative zum physischen Kupferkauf bieten sich Aktien an, die auf Kupfer spezialisiert sind oder wo das Übergangsmetall einen wichtigen Geschäftsbereich darstellt.
Kupfer als Schlüsselrohstoff für die Elektrifizierung:
Laut des Analysten Jeff Currie könnte dem Halbedelmetall eine Hausse bevorstehen. So erklärt der Rohstoffexperte: „Kupfer ist das neue strategische Öl [...] Es ist der wichtigste Rohstoff, wenn wir die Welt elektrifizieren wollen [...] Um zu betonen, wie optimistisch ich bei Kupfer bin, trage ich ein Kupferarmband. Kupfer ist das neue strategische Öl. Es ist der wichtigste Rohstoff, wenn wir die Welt elektrifizieren wollen. Kupfer leitet Elektrizität einfach am besten. Aber auch hier gilt: Bislang wurde nicht genug in die Förderung von Kupfer investiert.” Rohstoff-Experte Jeff Currie: „Kupfer ist das neue strategische Öl“ (handelsblatt.com)
Das “Wettbauen” eigener Zellwerke: Die Vereinigungslust der Autobranche
Führende Automobilhersteller setzen aufgrund dieses Trends immer mehr auf die Herstellung von firmeneigenen Batterien - für die Global-Player ein wichtiger Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Nicht nur Tesla hat in der Vergangenheit durch seine Gigafactories für Aufsehen gesorgt. Auch deutsche Unternehmen wie VW, BMW, Mercedes-Benz oder Ford expandieren weiter im In- und Ausland.
Zuletzt hat der VW-Konzern angekündigt, auch in Kanada, Ontario, eines der größten EV-Batteriewerke der Welt zu errichten. Die Produktion soll dort 2027 beginnen. Das vermeintlich größte Batteriewerk der Welt wird über sechs Produktionslinien verfügen und jedes Jahr genug Batterien für eine Million Autos herstellen. VW plant, in den kommenden Jahrzehnten 25 neue Elektrofahrzeugmodelle herzustellen, und die meisten ihrer Batterien werden aus Ontario, Kanada, stammen. Ford und SK, ein koreanischer Batteriehersteller, planen gerade den Bau eines neuen Batteriekathodenwerks im Wert von 1,2 Milliarden $ in Becancour, Quebec.
Nickel: Entwicklung, Preise und Zukunftsaussichten
Das Legierungsmetall Nickel ist für die globale Automobil-, Stahl- und Batteriezellindustrie von großer Bedeutung. Der Großteil der Nickelvorkommen stammt aus Indonesien und den Philippinen. Das sogenannte “Laterit-Nickel” erfordert allerdings viel Energie zur Abtrennung des wertvollen Metalls und hat einen sehr großen CO2-Fußabdruck. Dieses Nickel ist für Autobatterien nicht wünschenswert, wenn das Ziel darin besteht, den Kohlenstoffausstoß zu reduzieren. Rund ein Zehntel der weltweiten, insbesondere qualitativ hochwertigen Produktion wird aus Russland gewonnen. Auch der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat seinen Schatten auf diesen Markt geworfen.
Noch Anfang 2022 lag der Preis einer Tonne Nickel bei 20.725,00 US-Dollar. Bis zum 23. Februar, dem Tag vor Kriegsbeginn in Osteuropa, stieg der Nickelpreis auf 24.944,00 US-Dollar pro Tonne. Am 8. März erreichte der Nickelpreis zeitweise die Marke von 100.000 US-Dollar pro Tonne. Als Reaktion setzte die Londoner Metallbörse “LME” (“London Metal Exchange”) den Handel von Nickel aus und stornierte bereits getätigte Geschäfte in Höhe von 4 Milliarden US-Dollar. Die “LME” nannte die Preisentwicklung “ordnungswidrig”. Zwei Wochen später war der Rohstoff wieder handelbar und bereits Ende März sank der Nickelpreis auf 32.724,00 US-Dollar pro Tonne und schwankte im April und Mai in etwa zwischen 25.000,00 und 30.000,00 US-Dollar. Als Reaktion auf diese Turbulenzen führte die “LME” Preisgrenzen ein. “Im Oktober 2025 belief sich der durchschnittliche Preis von einer Tonne Nickel dieser Güte an der LME auf rund 15.092 US-Dollar.” Nickel: Durchschnittspreis weltweit bis Oktober 2025| Statista
Die Zukunft des Nickels
“Goldman Sachs”-Analyst Nicholas Snowdon schätzt, dass das Nickelangebot zwischen 2023 und 2025 jährlich um acht Prozent zulegen wird, was gleichzeitig den Preis drückt. Er rechnet mit einem Nickelpreis, der sich bei etwa 30.250,00 US-Dollar einpendelt. Langfristig sei eine Investition in Nickel aber aussichtsreich, da die Nachfrage absehbar steigen würde. Auch “Tesla”-Chef Elon Musk fordert, dass weltweit mehr Nickel abgebaut wird und warnte bereits 2020 vor einer Nickelknappheit. Kupferpreis: Experten sehen Kursanstieg und Einstiegschance für Anleger (handelsblatt.com)
In Deutschland wird ebenfalls etwa die Hälfte des verbrauchten Nickels aus Russland importiert. Die Bundesrepublik ist der viertgrößte Nickelverbraucher der Welt und der drittgrößte Importeur des Rohstoffes. Die gestiegene Nachfrage nach Nickel und der höhere Preis für den Rohstoff spiegelt sich auch in den Aktien von Nickelherstellern wieder. Die Aktien des brasilianischen Bergbauunternehmens “Vale” und die Papiere des Rohstoffhändlers “Glencore” und des indonesische Nickelproduzenten “Aneka Tambang” konnten zum Teil kräftig zulegen, sind aber auf dem aktuellen Kursniveau nicht mehr zu einem Schnäppchenpreis zu haben.
Bis 2030 sollen die Preise für Nickel und Kupfer deutlich steigen!
Seit den 2010er Jahren ist die Investitionsmenge in den Minensektor deutlich gesunken. Gleichzeitig werden international derzeit zunehmend Programme für die Energie- und Nachhaltigkeitswende forciert. Solche Programme benötigen aber zunehmende Mengen an Mineralien, die etwa in Batterien oder Wasserstoffzellen verarbeitet werden. Aufgrund dieser Faktoren geht das “Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung” (“DIW”) bis 2030 von deutlich gestiegenen Preisen für Nickel und Kupfer aus. Da es durchaus mehrere Jahrzehnte dauern kann, bis neue Abbaustätten erschlossen sind, rechnet das “DIW” bis 2030 mit einem siebzigprozentigen Preisanstieg für Kupfer. Auch die Nachfrage nach Nickel wird voraussichtlich in Zukunft stabil steigen, aufgrund eines mitwachsenden Angebotes sind aber Preissprünge nicht zu erwarten. DIW Berlin: Hohe Preise für Kupfer, Lithium, Nickel und Kobalt könnten Energiewende ausbremsen
Wie können Anleger von einem Rohstoff-Superzyklus profitieren?
Auch Anleger können von gestiegenen Rohstoffpreisen profitieren. Wenngleich ein direkter Einstieg auf dem Rohstoffmarkt in den meisten Fällen sehr kompliziert und für Laien schwer handhabbar ist, bieten Aktien die Möglichkeit zur Partizipation. Grundsätzlich bieten Aktien die Möglichkeit zur Diversifikation. Das bedeutet, dass sowohl direkt als auch indirekt Beteiligungen an Rohstoffunternehmen und Rohstoff verarbeitenden Unternehmen erworben werden können.
Titan: Entwicklung, Preise und Zukunftsaussichten
Titan ist ein chemisches Element, es ist ein leichtes, silbrig-graues Übergangsmetall, das in der Erdkruste vorkommt. “Titan wird heute üblicherweise zu den Leichtmetallen gezählt.” Es ist extrem widerstandsfähig gegenüber Korrosion, sowohl in Luft als auch in vielen chemischen Umgebungen. Titan hat ein sehr gutes Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht, was es ideal für Anwendungen macht, bei denen hohe Festigkeit bei geringem Gewicht erforderlich ist.
“Titan verleiht Stahl als Legierung eine hohe Festigkeit und Beständigkeit und wird daher in vielen Bereichen für äußerst beanspruchte Teile im Fahrzeugbau, in Schutzkleidung, in Sportgeräten und Konstruktionsteilen verwendet.”
Titan: Förderung weltweit bis 2021 | Statista
Das Metall wird nicht vom menschlichen Körper abgestoßen, weshalb es oft für Implantate in der Medizintechnik verwendet wird.
Es wird für Knochenimplantate, künstliche Gelenke und Dentalimplantate verwendet, da es biokompatibel und korrosionsbeständig ist. Aber auch in der Luft- und Raumfahrt wird es wegen seines geringen Gewichts und seiner hohen Festigkeit oft in Flugzeugteilen, Triebwerken und Raumfahrzeugen eingesetzt. Fahrgestelle von Kraftfahrzeugen nutzen Titanfedern, um Stabilität und Haltbarkeit zu gewährleisten. Flugzeuge und Raumschiffe verwenden Titan für hoch beanspruchte Teile, die dennoch leicht sein müssen, wie etwa die Außenhaut bei Überschallflugzeugen oder Verdichterschaufeln und andere Komponenten von Triebwerken. Dampfturbinen setzen Titan für die stark beanspruchten Schaufeln im Niederdruckbereich ein.
In der Rüstungsindustrie wurde Titan intensiv verwendet, insbesondere bei einigen sowjetischen U-Booten, deren Druckkörper aus Titanlegierungen bestanden (z. B. bei der Mike-, Alfa-, Papa- und Sierra-Klasse). Darüber hinaus findet Titan in der militärischen Luftfahrt umfangreiche Anwendung, mehr noch als in der zivilen Luftfahrt. Dies führte dazu, dass während der Hochphase der sowjetischen Rüstungsproduktion ein großer Teil des weltweit produzierten Titans in Russland hergestellt und dort auch wieder verbaut wurde.
Aufgrund seiner geringen Dichte wird Titan auch bei der Herstellung von Niveauanzeigen und Schwimmern verwendet. In der chemischen Industrie wird Titan zur Herstellung von Anlagen verwendet, die korrosionsbeständig sein müssen. Smartphones, Laptops und andere Elektronikartikel können ein titanverstärktes Kunststoffgehäuse respektive ein Gehäuse aus Titan haben. Schließlich wird es aufgrund seines modernen Aussehens und seiner Hautverträglichkeit auch häufig für Schmuckstücke verwendet. Titan (Element) – Wikipedia
“Die globale Marktgröße von Titan belief sich im Jahr 2022 auf 28,59 Milliarden US-Dollar. Bis Juni 2023 sollte der Marktwert von Titan auf fast 31 Milliarden US-Dollar steigen. Es wird prognostiziert, dass der Titanmarkt in den kommenden Jahren auf fast 52 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030 wachsen wird.” Titan: Weltmarktwert 2030 | Statista
Die Preisentwicklung von Titan als Rohstoff wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter die Nachfrage aus wichtigen Industrien, die Produktionskosten, geopolitische Einflüsse und die Verfügbarkeit von Titanrohstoffen wie “Rutil” und “Ilmenit”.
“Im Jahr 2024 belief sich der Preis für eine metrische Tonne Bulk-Rutile – ein Titanmineral – mit mindestens 95 Prozent Titandioxidgehalt, das kostenlos aus Australien an Bord geliefert wird, auf schätzungsweise 1.310 US-Dollar. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Stückpreis für eine metrische Tonne Ilmenit – ein weiteres Titanmineral – der in die Vereinigten Staaten importiert wurde, lag im selben Jahr bei 340 US-Dollar.” Globaler Preis für Titanmineralien nach Typ 2024| Statista
Titan ist in der Vergangenheit meist relativ stabil im Preis geblieben, vor allem, weil es häufig in Legierungen und spezialisierten Anwendungen verwendet wird, die eine kontinuierliche, aber nicht stark volatile Nachfrage aufweisen. Dennoch gab es in den letzten Jahrzehnten deutliche Preisschwankungen, abhängig von der wirtschaftlichen Lage und den Entwicklungen in Schlüsselindustrien wie der Luft- und Raumfahrt, der Militärtechnik und der Medizintechnik.
Steigende Nachfrage
Die Nachfrage nach Titan steigt vor allem, wenn sich Sektoren wie die Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie oder auch die militärische Technologie entwickeln und wachsen. Zum Beispiel führte der steigende Bedarf an leichten und korrosionsbeständigen Materialien in der Luftfahrt (zivil und militärisch) zu einer verstärkten Nachfrage und in der Folge zu Preisanstiegen.
Titanpreise hängen stark von den Kosten der Rohstoffgewinnung und Veredelung ab. Diese Prozesse sind energieintensiv, und Schwankungen bei den Energiepreisen (z. B. Öl und Gas) wirken sich daher direkt auf den Preis von Titan aus. Auch Umweltvorschriften und die Erschließung neuer Minen können die Produktionskosten beeinflussen.
Geopolitische Einflüsse und Angebotsengpässe
Politische Spannungen und Sanktionen können das Angebot an Titan beeinträchtigen. Beispielsweise haben geopolitische Konflikte oder Sanktionen gegen große Produzenten wie Russland (ein bedeutender Titanproduzent) in der Vergangenheit zu Engpässen geführt und den Preis in die Höhe getrieben.
Außerdem gilt die Abhängigkeit von wenigen Produzenten als Risikofaktor. Da große Mengen Titan in Ländern wie Russland und China produziert werden, können politische und wirtschaftliche Entwicklungen in diesen Regionen den globalen Marktpreis stark beeinflussen.
In den letzten Jahren führte die Erholung der globalen Luftfahrtindustrie nach der COVID-19-Pandemie zu einer erhöhten Nachfrage nach Titan, was den Preis ansteigen ließ. Auch der Trend zu erneuerbaren Energien und moderner Medizintechnik könnte die Titanpreise weiter in die Höhe treiben, da es zunehmend für den Bau langlebiger Komponenten in Windkraftanlagen und für biokompatible Implantate verwendet wird.
Auch wenn Titan in der Erdkruste relativ häufig vorkommt, sind die hochreinen Titanvorkommen für die industrielle Nutzung begrenzt. Ein erhöhter Bedarf kann daher zu Preisspitzen führen, insbesondere bei speziellen Legierungen.
Prognose: Stabil und leicht steigend
Die langfristigen Aussichten deuten auf einen stabilen bis leicht steigenden Preis hin, insbesondere aufgrund des wachsenden Bedarfs in der Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik und erneuerbaren Energien.
Empfehlung
Wer kurzfristig handelt, kann langfristig profitieren – vor allem dann, wenn sich ein Markt im Aufbruch befindet und noch unter dem Radar der breiten Öffentlichkeit operiert. Für Anleger, die nicht nur auf potenziell hohe Gewinne, sondern auch auf strategische Weitsicht setzen, dürfte sich aktuell eine besonders aussichtsreiche Gelegenheit ergeben. Ein Impulsgeber: die wirtschaftspolitische Agenda des US-Präsidenten Donald Trump, die weiterhin etwa durch Steuersenkungen und den gezielten Abbau von Regulierungen die Rohstoffgewinnung seines Landes unterstützt. Für rohstoffnahe Unternehmen mit Projekten in Nordamerika wie Green Bridge Metals Corp. (ISIN: CA3929211025 | WKN: A3EW4S) dürfte dies zu einem bedeutenden Wettbewerbsvorteil führen und Unternehmensgewinne kräftig ankurbeln. Das Unternehmen ist ein noch weitgehend unentdeckter Player im aufstrebenden Sektor der Batteriemetalle – mit Fokus auf Kupfer, Nickel und Titan, drei zentrale Rohstoffe für die Energiewende und die Digitalisierung. Das Unternehmen agiert mit Pioniergeist in einem Marktumfeld, das durch strukturelle Nachfrageüberhänge, geopolitische Unsicherheiten und wachsendes Interesse institutioneller Investoren geprägt ist. Die Explorationsprojekte in Ontario (Kanada) und Minnesota (USA) sind dabei nicht nur vielversprechend, sondern auch geopolitisch bestens verortet – mit Zugang zu Infrastruktur, qualifizierten Arbeitskräften und wachsender politischer Unterstützung für die Erschließung kritischer Metalle.
Besonders hervorzuheben ist das “South Contact Zone-Projekt” in Minnesota, das im rund 8.460 Hektar großen Areal nördlich von “Duluth” liegt. Dieses Projekt fokussiert sich auf Kupfer, Nickel und Platingruppenelemente – allesamt Rohstoffe mit wachsender strategischer Bedeutung. Rückenwind kommt dabei bereits aus Washington: Mit der Verabschiedung des „Superior National Forest Restoration Act“ (“H.R. 3195”) wurde der Bergbau in bislang geschützten Gebieten erleichtert und der Zugang zu über 225.000 Hektar rohstoffreichem Land ermöglicht. Green Bridge ist hier mit einer der größten Explorationsflächen frühzeitig präsent – das dürfte bereits ein klarer First-Mover-Vorteil sein.
Doch das ist längst nicht alles.
Auch das “Titac South-Projekt” konnte zuletzt für Aufmerksamkeit sorgen: Dort wurden 13,3 Millionen Tonnen “Ilmenit” mit einem beeindruckenden durchschnittlichen Gehalt von 28,5 % identifiziert – ein Rohstoff, der in der Industrie als “Titaneisen” geschätzt wird und aktuell mit rund 350 USD pro Tonne bewertet wird. Sollte sich dieses Vorkommen wirtschaftlich erschließen lassen, könnte der potenzielle Marktwert bei mehreren Milliarden US-Dollar liegen. Angesichts der wachsenden globalen Nachfrage nach Titan, etwa aus der Luftfahrt oder Medizintechnik, dürften weitere Preissteigerungen diesen Effekt zusätzlich verstärken.
In einer Phase, in der sich die Welt neu ausrichtet – technologisch, energetisch und geopolitisch – kommt denjenigen Unternehmen eine besondere Rolle zu, die bereits heute an den Rohstoffen von morgen arbeiten. Green Bridge Metals vereint dabei gleich mehrere Erfolgsfaktoren: ein erfahrenes Management, ein klar fokussiertes Geschäftsmodell, Projekte mit Substanz und ein Marktumfeld, das alle Zeichen auf Wachstum stellt.
Wer den Wandel nicht nur beobachten, sondern aktiv mitgestalten und davon profitieren will, sollte einen genaueren Blick auf dieses Unternehmen werfen.
Die Einstiegschancen erscheinen attraktiv, die Bewertung vergleichsweise niedrig und das Momentum in der Branche deutlich. Green Bridge Metals Corp. (ISIN: CA3929211025 | WKN: A3EW4S) bietet Anlegern damit nicht nur ein Investment in ein wachstumsstarkes Segment – sondern auch die Möglichkeit, Teil einer Entwicklung zu werden, die unsere Energie- und Rohstoffzukunft entscheidend prägen wird.


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